Thema Brandschutz beim Holzhaus
AllgemeinNiemand muss auf die Vorzüge eines Holzhauses aufgrund des vermeintlichen Brandrisikos verzichten, denn laut wissenschaftlichen Tests sind Holzhäuser nicht brandgefährdeter als Massivhäuser. Obwohl Holz ein brennbarer Stoff ist, weist das natürliche Material ein günstiges Verhalten im Brandfall auf.
Holz besitzt eine nur geringe Wärmeleitfähigkeit. Während des Verbrennungsvorgangs bildet die entstandene Holzkohle eine Dämmschicht, die das noch ungeschädigte Holz schützt. Selbst bei sehr hoher Temperaturentwicklung wurden bei den Tests im Holz unterhalb der verkohlten Schicht lediglich Temperaturen unter einhundert Grad Celsius gemessen, die Festigkeit des Holzes blieb erhalten.
Anders als bei Stahlträgern, bei denen im Brandfall Zwangsspannungen auftreten und die deshalb eher einsturzgefährdet sind, verlieren brennende Holzkonstruktionen nicht plötzlich an Tragfähigkeit und können von der Feuerwehr häufig noch gerettet werden.
Moderne Holzhäuser erfüllen alle gesetzlichen Brandschutzanforderungen, die Bewohner können deshalb beruhigt die zahlreichen Vorteile des natürlichen Wohnens im Holzhaus genießen. Die Entstehung von Bränden ist nicht auf Holz als Konstruktionsmaterial zurückzuführen. Die Gründe für einen Brand sind andere, zum Beispiel mangelhafte Elektroinstallationen.
Noch immer wird die Brandgefahr von Holzhäusern und das Thema Brandschutz überschätzt, obwohl die Fakten dagegen sprechen. Tatsächlich brennen Häuser aus Holz nicht häufiger als Gebäude, die aus anderen Baustoffen errichtet wurden. Es ist deshalb heute auch gestattet, bis zu fünfgeschossige Wohngebäude in Holzbauweise zu bauen.
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